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DER OPAL
 

Der Name stammt vom altindischen "upala" = Stein, Edelstein, und ist später vom griechischen "opallios" = Opal übernommen worden. Chemisch gesehen ist der Opal, einfach ausgedrückt, wasserhaltiges Siliziumoxid. Er besteht aus winzigen, sehr gleichmässigen Kügelchen mit Durchmessern von 0.0015 - 0.0040mm, die kubisch angeordnet sind.




 
 



 

Beim Opal gibt es verschiedene Arten. Man unterscheidet zwischen Edelopal, Boulder-Opal und Feueropal. 
Der eigentliche Opal ist der Edelopal. Er zeigt auch das wunderschöne Farbenspiel (auch opalisieren genannt), hervorgerufen durch Interferenz und Reflexion des Lichtes an der bereits genannten Kugelstruktur.




 
 

Der Opal wird nochmals aufgeteilt in drei weitere Gruppen:

1. Der weisse Opal hat eine weisse oder weissliche Grundfarbe von der sich das Farbenspiel
gut und kontrastreich abhebt.

2. Der schwarze Opal dagegen hat eine dunkelgraue, dunkelblaue, dunkelgrüne oder grauschwarze Grundfarbe. Tiefes Schwarz ist sehr selten.

3. Die dritte und letzte Untergruppe des Edelopals wäre der farblose Opal, auch Wasseropal genannt. Aber auch dieser Edelopal zeigt ein wunderschönes Farbenspiel.




Einige Beispiele wunderschöner Opale

Boulderopal  Matrixopal  Schwarzopal  Wasseropal 



 

Die australischen Lagerstätten sind heute der bedeutendste Lieferant von Opalen. Berühmte Fundorte in New South Wales sind "Lightning Ridge" und "White Cliffs", in Südaustralien "Coober Pedy" und "Andamooka", in Queensland "Bulla Creek" und "Burcoo River". Weitere Fundorte liegen in Brasilien, Guatemala, Honduras, Japan und Nevada in den vereinigten Staaten. 

Früher galt der Edelopal in Europa als Unglücksstein; im Orient war er dagegen Sinnbild der Treue und Hoffnung. 

Bei gerundeten Schliffformen kommt das Farbenspiel am besten zum Ausdruck. Da der Opal oft nur in sehr dünnen Lagen gefunden wird (meist nur 1-2mm dick), wird er mit Gemeinem Opal oder Onyx unterlegt. Dieser zusammengesetzte Stein wird als Opal-Dublette bezeichnet. Bei Opal-Tripletten kommt ausserdem noch eine schützende Schicht Bergkristall darüber. 

Boulder Opale findet man im Geröll (Boulder) der Berge Queenslands (Australien). Er besitzt neben einem kräftigen, teils grossflächigen und teils "spritzigem" Farbenspiel auch eine gute Festigkeit. Oft tritt der Boulder Opal mit Muttergestein auf (Opal Matrix). 

Der Feueropal verdankt seinen Namen seiner feuerroten Farbe. Sie kann nach gelblich-rot und bräunlich-rot schwanken und wird durch einen geringen Eisengehalt verursacht. Beste Qualitäten sind klar durchsichtig. Bedeutendste Lagerstätten sind in Mexiko (Hidalgo und Queretaro) und Brasilien.




 

Zur Pflege des Opals

Der Opal hat mit der Härte 5.5 - 6.5 keine hohe Widerstandskraft gegen äussere Einflüsse. Er ist ausserdem auch eher porös. Wir empfehlen deshalb, auch im Interesse des ganzen Schmuckstücks, den Opal nicht allen Strapazen der Alltagsarbeit auszusetzen.
Opal enthält immer etwas Wasser (bis 30 %). Mit der Zeit kann der Stein sein Wasser verlieren (besonders unter Hitzeeinfluss), dadurch rissig werden und sein opalisieren vermindern. Durch Tränken mit Öl oder Wasser verschwinden (allerdings nur vorübergehend) die Risse. Durch Lagern in feuchter Watte wird "altern" verhindert und das Farbenspiel erhöht.
Opal ist auch gegen Druck und Stoss sowie gegen Säuren und Laugen (Seife) empfindlich. Deshalb immer beachten: Opalring weg - dann erst Händewaschen!

Wenn Sie diese Hinweise berücksichtigen, wird Ihr Opal Ihnen lange Zeit Freude bereiten.