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DER DIAMANT
 

Mineralart: Diamant

Aussehen: farblos transparent

Fundorte: Australien, Zaire, Botswana, Russland, Südafrika, Namibia, Angola, Brasilien Guyana, Venezuela, Guinea, Sierra Leone und ein paar andere.

Chemische Zusammensetzung: Kohlenstoff, kubisch kristallisiert

Mohshärte: 10

Spezifisches Gewicht: 3.52




 

Geschichtliches

So international wie kein anderer Edelstein.
3,3 Jahrmilliarden und 4 Kontinente: eine lange Reise, um die Hand einer Frau zu schmücken.

Die alten Griechen hielten Diamanten für Sternensplitter, die vom Himmel herab auf die Erde gefallen waren. Tatsache ist, dass die Entstehungsgeschichte der Diamanten bis heute selbst für Wissenschaftler in manchem ein Mysterium geblieben ist.
Der Diamant ist der härteste aller Edelsteine, gleichwohl weist er von allen die einfachste Zusammensetzung auf. Er besteht aus gewöhnlichem reinen Kohlenstoff wie etwa der Graphit eines Bleistifts. Doch auf wundersame Weise hat die Natur dem Diamanten vor Jahrmilliarden durch enorme Hitze- und Druckeinwirkung tief im Innern der Erde seine besondere, von jeder anderen Substanz abweichende Beschaffenheit verliehen. Vorzeitliche Vulkane pressten dann das diamanthaltige Magma über schlotähnliche Kanäle in die oberen Erdschichten und an die Erdoberfläche.

Bevor aber der Diamant die Hand einer Frau schmückt, legt er zumeist einen langen Weg über mindestens vier Kontinente zurück und berührt das Leben Hunderter von Menschen.
Diamanten wurden erstmals bereits vor etwa 2500 Jahren in Indien entdeckt und abgebaut. Jedoch die Anfänge der modernen Diamantenindustrie datieren zurück auf die Zeit der ersten Funde in Südafrika im späten 19. Jahrhundert. Die vier führenden diamantenproduzierenden Länder mit knapp über 80 Prozent der Weltproduktion an Rohdiamanten sind heute Australien, Zaire, Botswana und Russland. Südafrika liegt nur noch an fünfter Stelle, gefolgt von Namibia, Angola, Brasilien Guyana, Venezuela, Guinea, Sierra Leone und ein paar andere.

Etwas Unvergängliches kreieren
Ein ungeschliffener Diamant gleicht einem einfachen Kieselstein, auf den kaum jemand einen Blick werfen würde. Nur dank der Kunst der Diamantenschleifer entfaltet der Edelstein jene funkelnde Schönheit, die ihm eigen ist. Die hohe Kunst des Diamantenschleifens wurde über Jahrhunderte hinweg von Generation zu Generation weitergegeben. Ein Diamantschleifer darf sich bei seiner Arbeit keinen Fehler erlauben. Denn nicht nur der Diamant - kostbares Material - steht auf dem Spiel, sondern auch Stunden oder gar Monate an Arbeit, die es braucht, bis ein Stein unter der Hand des Schleifers seine Vollendung findet.
Diamanten lassen sich in eine Vielfalt gleichermassen bestechender Formen schleifen. Ausschlaggebend ist dabei die Beschaffenheit des rohen Steins.
Die beliebtesten Formen sind Brillant, Navette, Opal, Tropfen, Herz und Smaragd. Entscheiden tut schlussendlich der persönliche Geschmack.

Wir, als ihr Juwelier, schreiben am Ende dann das schönste Kapitel in der Geschichte eines Diamanten: der Diamant als Ausdruck Ihres Lebensgefühls, Ihres ganz persönlichen Lebensstils - etwas zum Verlieben.

Ein Diamant ist unvergänglich.




 



Qualitätsmerkmale

Die 4 C's
Wichtig ist es, zu verstehen, wie die Qualität eines Diamanten bestimmt wird und aus welchem Grunde manche Diamanten seltener und damit wertvoller sind als andere. Der Wert hängt bei Diamanten immer von ihrer Qualität und das heißt von den 4 Cs ab.

Grundsätzlich gilt:

Je größer ein Diamant (Carat/Karatgewicht), desto seltener ist er.
Je reiner ein Diamant (Clarity/Reinheit), desto wertvoller ist er.
Je weißer bzw. farbloser ein Diamant (Colour/Farbe), desto schöner ist er.
Je besser der Schliff (Cut) eines Diamanten, desto stärker ist seine Brillanz, sein Feuer.

Es ist die Kombination dieser 4 Kriterien, die Qualität und Brillanz eines Diamanten
bestimmt - und damit auch seinen Wert.

Carat / Gewicht

Keine zwei Diamanten sind gleich, selbst wenn sie dem bloßen Auge identisch erscheinen. Die 4 Cs und die Möglichkeiten ihrer Kombinationen erklären, warum zwei
Schmuckdiamanten gleicher Größe sehr unterschiedliche Preise haben können.

Dieses 4 C-Chart wurde speziell entwickelt, um zu verdeutlichen, warum manche
Diamanten wertvoller sind als andere.




Carat / Grösse




Clarity / Reinheit

Je reiner ein Diamant, desto seltener ist er. Weniger als 1% aller jemals gefundenen Diamanten hatten keine Einschlüsse und konnten als "lupenrein" bezeichnet werden.

Die Reinheit eines Diamanten wird daran erkannt, in welchem Maße er frei ist von "Einschlüssen" - so genannten "Fingerabdrücken der Natur". Fast alle Diamanten zeigen "Einschlüsse" von nicht kristallisiertem Kohlenstoff - des Stoffes, aus dem sie entstanden sind. Oft sind "Einschlüsse" nicht mit bloßem Auge, sondern erst bei
vielfacher Vergrößerung erkennbar.

Fazit: Je größer, sichtbarer und häufiger diese "Einschlüsse" in einem Diamanten vorkommen, umso geringer ist sein Reinheitsgrad und umso weniger selten ist er. 




 



Color / Farbe

Je weißer bzw. farbloser ein Diamant, desto seltener und wertvoller ist er. Farbe ist das persönlichste, subjektivste Kriterium der 4 Cs, denn jeder Mensch bevorzugt andere Farbtöne. 

Die Farbe eines Diamanten für die Graduierung zu beurteilen heißt messen, wie nahe er der Farblosigkeit kommt. Die seltensten und weißesten werden mit "D", "E", "F", "G" graduiert. Die Mehrheit der Diamanten ist weiß bis leicht getönt weiß und wird mit "H" bis "L" graduiert. Diamanten mit der Graduierung "M" oder niedriger haben eine sichtbare Gelbtönung. Es gibt auch Diamanten mit einer kräftigen reinen Farbe, die extrem selten sind; sie werden "Fancies" genannt - und können in den Farben Pink, Blau, Gelb und vielen anderen gefunden werden.




 



Cut / Schliff

Während die Grösse, die Farbe und die Reinheit weitgehend naturgegeben sind, wird der vierte Wertfaktor, der Schliff, vom Menschen bestimmt. Hier entscheidet der Schleifer, ob ein Diamant sehr gut, gut oder mittel/gering geschliffen ist. Da die Schliffqualität den Diamanten sichtbar stark beeinflusst, sind die Bewertungskriterien hier sehr streng anzuwenden. Unter Schliff versteht man Proportionen, Symmetrie und Politurgüte.

Ein zu flach oder zu hoch geschliffener Diamant wirft nicht alles Licht zum Betrachter zurück und wirkt dunkel.

Eine zu grosse Tafel (über 65% des Rondistdurchmessers) reduziert die Dispersion, das heisst, der Diamant zeigt kein farbiges Funkeln.

Facetten könnnen zu gross, zu klein oder asymmetrisch geschliffen sein, die Rondisten zu dick oder messerscharf. Diese und noch viele weitere Kriterien beienflussen die Schönheit und damit den Wert erheblich.




Die am häufigsten angewendeten Schliffformen




 

Der Schliff spielt eine wichtige Rolle bei der Bestimmung des Wertes eines Diamanten, denn ein Diamant mit einem guten Schliff erstrahlt schöner als einer, der dieses Kriterium nicht erfüllt - bei gleicher Größe, Reinheit und Farbe. Er ist das Kriterium, das der Mensch direkt beeinflussen kann - die anderen hat die Natur bei jedem Stein vorgegeben.




 
 

Eine Gesamtüberschicht 




 

Hier sehen Sie einen kleinen Film über das Schleifen von Diamant-Edelsteinen. Vom Rohdiamanten zum fertigen Edelstein.
Grösse der Filmdatei: 11'616KB




 

Vom Rohdiamanten zum Edelstein